Die CDU und FDP im Gütersloher Kreistag haben für die nächste Sitzung des Umweltausschusses am 29. März zwei Anträge gestellt. Im ersten Antrag wird die Verwaltung aufgefordert, zur Verwirklichung eines wirksamen Schutzes der Bechsteinfledermaus-Population in Borgholzhausen-Casum Höhlenbäume, in denen die Fledermäuse leben, bei den Besitzern unter Vertrag zu nehmen. Die Kosten der Maßnahme sollen mit speziellen Haushaltsmitteln für Artenschutzmaßnahmen beglichen werden.
„Wir wollen damit Bäume, die sich als Aufenthaltsort für die Bechsteinfledermaus eignen, nachhaltig sichern“, erklärt Arnold Weßling, Sprecher der CDU im Umweltausschuss. „Dies soll mit unserem bewährten Mittel des Vertragsnaturschutzes geschehen. Daher soll der Kreis vertragliche Vereinbarungen mit den Waldbesitzern und Waldbewirtschaftern treffen. Darüber hinaus sollen an geeigneter Stelle eventuell zusätzliche geeignete Unterschlupfmöglichkeiten für die Bechsteinfledermäuse angebracht werden. So wollen wir einen wirksamen Beitrag zum dauerhaften Schutz bedrohter Arten leisten und die Akzeptanz bei Waldbesitzern und der gesamten Bevölkerung fördern.“
Im zweiten Antrag wird die Verwaltung gebeten, die Altdeponiestandorte im Kreis Gütersloh hinsichtlich einer Nutzung durch Photovoltaikanlagen zu prüfen. Der Hintergrund: Deponiestandorte sind für land- und forstwirtschaftliche Zwecke nicht oder nur sehr eingeschränkt nutzbar. Nach Abschluss der erfolgreichen Sicherungs- und Rekultivierungsmaßnahmen ist die Nutzung der Altdeponien als Standort für regenerative Energien aus Sicht von CDU und FDP ein sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz.