Arbeitsmarktprogramm 2012 für Optionskommune

CDU und FDP setzen Schwerpunkte bei Alleinerziehenden und Jugendlichen

Wenn der Kreis Gütersloh am 1. Januar 2012 Optionskommune wird und die langzeitar­beitslosen Menschen im Kreisgebiet in eigener Regie betreut, entsteht beim Kreis eine neue Arbeitsmarktbehörde. Für den Einstieg in die Arbeitsvermittlung hat die Kreisver­waltung das Arbeitsmarktprogramm 2012 entworfen. Die Kreistagsfraktionen von CDU und FDP gestalten das Arbeitsmarktprogramm durch eigene Ideen und das Setzen be­stimmter Schwerpunkte mit. Ein Arbeitskreis aus CDU und FDP hat die Vorstellungen der beiden Fraktionen in einem Antrag gebündelt, der im Ausschuss für Arbeit und Sozi­ales am 8. Dezember beraten wird.
„Wir möchten, dass die Schwerpunkte im Bereich Qualifizierung und Aktivierung bei den beiden Zielgruppen „Alleinerziehende“ und „arbeitslose und arbeitssuchende Jugendli­che“ liegen“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Heinrich Josef Sökeland. „Die Verwaltung sollte für diese beiden Bereiche Integrationsquoten definieren, die festlegen, wie viele Menschen ins Berufsleben eingegliedert werden sollen.“
 
„Der FDP liegt besonders die Verbesserung der Koordination und Verknüpfung der Be­ratungsangebote am Herzen“, sagt deren Fraktionsvorsitzender Michael zur Heiden. „Diejeni­gen Hilfeempfänger, die leistungswillig sind, sollen mit Nachdruck geför­dert werden. Im Übri­gen sollen die rechtlichen Maßnahmen bei Verstößen gegen sozialhilferechtliche Rege­lungen konsequent Anwen­dung finden.“
 
Der Antrag sieht außerdem vor, dass Umschulungsmaßnahmen möglichst effizient ge­steuert werden. „Mehrfachqualifi­kati­onen und Förderungen, die zum Misserfolg verurteilt sind, sollen unter­bleiben“, so Sökeland. „Auch sollen die bisherigen Programme nicht nur fortgeschrieben, sondern optimiert werden.“ Darüber hinaus bitten CDU und FDP darum, dass der Politik möglichst detaillierte Zahlen zum Eingliederungsbudget vorge­legt wer­den. Außerdem sollen verbesserte Kontrollmechanismen eingeführt werden, mit wel­chem Erfolg die kommunalen Mittel eingesetzt werden.
 
Was den beiden Fraktionen besonders wichtig ist: „Eine Aufstockung der kommunalen Mittel im Rahmen des Arbeitsmarktpro­gramms ist nicht vorgesehen“, sagt zur Heiden. „Vielmehr sollte eine Senkung angestrebt wer­den, um die Kommunen im Kreis Gütersloh zu entlasten.“