Die CDU- und die FDP-Kreistagsfraktionen haben die Kreisverwaltung im Kreisausschuss beauftragt, ein Energiekonzept für den Kreis Gütersloh zu entwickeln. Das Energiekonzept soll Nutzungskonzepte für alle Arten neuer und regenerativer Energien im Kreis Gütersloh enthalten sowie die damit verbundenen Entwicklungskosten und Einsparpotenziale aufzeigen. Außerdem soll ein „Netzwerk Energie“ auf den Weg gebracht werden. Dies soll eine Plattform oder Kooperationsbasis für die Städte und Gemeinden, die Wirtschaftsunternehmen und Energieversorger, für innovative Unternehmen der Energiewirtschaft sowie für eine möglichst breite Bürgerbeteiligung sein.
Stellte den Energie-Antrag im Kreisausschuss: CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Heinrich Josef Sökeland„Durch den Unfall im japanischen Atomkraftwerk Fukushima beschleunigt sich der Energiewandel in Deutschland und auch im Kreis Gütersloh“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Heinrich-Josef Sökeland. „Der Kreis Gütersloh ist durch seine vorausschauenden Aktivitäten im Energiebereich schon heute auf einem guten Weg. Die Sanierung der kreiseigenen Gebäude unter energetischen Gesichtspunkt wird seit einigen Jahren umgesetzt.“ Als einer der ersten Kreise bundesweit ist der Kreis Gütersloh für seinen nachhaltigen Umgang mit Energie mit dem „European Energy Award“ ausgezeichnet worden.
„Wir wollen diesen Weg weiter beschreiten und beantragen daher die Erstellung eines umfassenden Energiekonzeptes für den Kreis Gütersloh“, ergänzt Michael zur Heiden, Fraktionsvorsitzender der FDP. „Ausgangspunkt soll die Bestandsaufnahme der bisherigen Maßnahmen und Aktivitäten sein, die mit aussagekräftigem Zahlenmaterial versehen sein soll.“
Das Energiekonzept soll durch Nutzungskonzepte die Potenziale des Kreises bei allen Formen neuer und regenerativer Energieformen aufzeigen. Dazu gehören unter anderem die Sanierung von Gebäuden, Fotovoltaik- und Windkrafttechnik, Kraft-Wärme-Kopplung, Biogas, moderne Steuerungstechniken für den Stromverbrauch sowie die Erstellung eines Stromkatasters.
Ziele des Energiekonzeptes sind Energieeinsparung, Lösungsansätze für den Einsatz neuer Energien und Möglichkeiten für innovative Produktentwicklung im Kreis Gütersloh sowie die Vermeidung von Konflikten unter den unterschiedlichen Akteuren. Dabei soll die Prüfung der regionalen und strukturellen Verträglichkeit neuer Techniken besonderes Gewicht haben. Das Energiekonzept soll mit konkreten Zielsetzungen arbeiten, die dort über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen sollen, wo es im Kreis Gütersloh sinnvoll ist.
Wichtig ist den CDU- und FDP-Kreistagsfraktionen die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Dazu gehören die Bürger im Kreis Gütersloh, die Städte und Gemeinden, die Wirtschaftsunternehmen und die regionalen Energieversorger. Diese Akteure sollen daher in einem „Netzwerk Energie“ als Plattform oder Kooperationsbasis am Energiekonzept beteiligt werden.