CDU Kreisverband | Gütersloh
 
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26.04.2016, 10:10 Uhr | Übersicht | Drucken
Sternberg und Brok reden über christliche Werte und Grenzen der Satire
52. Kreisparteitag


Neben den obligatorischen Wahlen von Delegierten zu den überregionalen Parteitagen und Landesvertreterversammlungen für die kommenden Wahlen, haben zwei Reden im Mittelpunkt des 52. Kreisparteitags der CDU im Kreis Gütersloh gestanden. Gastredner des Abends war Prof. Dr. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und nordrhein-westfälischer Landtagsabgeordneter. Sein Thema waren die christlichen Werte in der heutigen Zeit. Der Europa-Abgeordnete Elmar Brok nahm in seiner Ansprache Stellung zu den deutsch-türkischen Beziehungen und den Grenzen von Satire.



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Will die frühe Integration von Flüchtlingen in zum Beispiel Sport- oder Musikvereine: Prof. Dr. Thomas Sternberg MDL.

Angesichts der islamistischen Bedrohungen stellt Sternberg eine wahre Renaissance des Christentums fest. Dabei repräsentiere das Christentum, wie andere Religionen auch, nicht nur Glauben, sondern auch Kultur. Trotz der Bedrohungen müsse das Abendland weltoffen bleiben. „Europa war immer stark, wenn es kulturoffen war“, so Sternberg. Als große Stärke der CDU sieht er deren klare Ortsbestimmung. Nie habe sie die Zentrumspartei fortsetzen wollen, sondern nach ihrer Gründung auf die Ökumene gesetzt. Die Wertebindung der Partei mache sie auch attraktiv für muslimische und andersgläubige Menschen. Aus dieser Grundhaltung leitet Sternberg auch seine Einstellung zum Umgang mit Flüchtlingen ab: „Ein Mensch der da ist, wird menschlich behandelt, wie es das Grundgesetz in seinem ersten Artikel verlangt“, so Sternberg.

Elmar Brok sprach sich vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise für das Bündnis mit der Türkei aus. Dennoch ließ er keinen Zweifel daran, dass Meinungs- und Medienfreiheit nicht infrage gestellt werden dürften. „Die Türkei gibt derzeit Millionen Flüchtlingen ein Zuhause. Jeder Euro der dorthin fließt wird für Gesundheitsversorgung und für Schulunterricht eingesetzt“, so Brok. Besser könne man das Geld nicht zur Bekämpfung von Terrorismus einsetzen. Brok machte darüber hinaus deutlich, dass er von der Satire Jan Böhmermanns nichts halte. Das Schmähgedicht auf den türkischen Staatschef Erdogan enthalte keine einzige politische Aussage, sondern bewege sich fast ausschließlich unter der Gürtellinie. „Es ist richtig, dass in Deutschland Gerichte darüber entscheiden, wie weit Satire gehen darf“, erklärte Brok. „Denn auch wir Politiker haben das Recht auf die Ehre der Person.“


   
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