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22.03.2018, 14:58 Uhr | Übersicht | Drucken
CDU-Abgeordnete freuen sich über neuen Status der syrisch-orthodoxen Kirche
Körperschaft des öffentlichen Rechts

Die Erzdiözese der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien in Deutschland mit Sitz in Warburg ist jetzt offiziell eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Eine entsprechende Verordnung des nordrhein-westfälischen Landtags ist Ende letzter Woche in Kraft getreten. Zur Erzdiözese gehören auch die drei Gütersloher Gemeinden St. Maria, St. Stephanus und St. Lukas sowie die Gemeinden St. Augin in Harsewinkel und St. Johannes in Rheda-Wiedenbrück.



Der nordrhein-westfälische Landtag in Düsseldorf
 

Die heimischen Landtagsabgeordneten Raphael Tigges und Landtagspräsident André Kuper freuen sich über den neuen Kirchenstatus der syrisch-orthodoxen christlichen Gemeinden, an dessen Zustandekommen sie beteiligt waren. „Der Körperschaftsstatus bietet Religionsgemeinschaften eine effektivere Form der gemeinsamen Religionsausübung und ist daher ein Mittel zur Verwirklichung des Grundrechts auf Religionsfreiheit“, erklärt Kuper. „Die Erzdiözese, die seit 1998 als eingetragener Verein organisiert ist, ist mit dem Körperschaftsstatus als juristische Personen umfassend rechtsfähig“, ergänzt Tigges. „Verleihungsvoraussetzungen sind die Gewähr des Bestands der Organisation auf Dauer sowie ihre Rechtstreue, beides Gesichtspunkte, an denen keine Zweifel bestehen.“

Auch der Bundestagsabgeordnete Ralph Brinkhaus, der sich für die Belange der syrisch-orthodoxen Christen einsetzt, zeigt sich zufrieden über die für die Kirche historische Entscheidung des Landtags. Brinkhaus hat bereits drei Mal die Gegend „Tur Abdin“ im Südosten der Türkei besucht. Hier haben viele syrisch-orthodoxe Christen, die im Kreis Gütersloh leben, ihre Wurzeln. „Der Körperschaftsstatus ist gerade jetzt ein wichtiges Signal, wo die aramäische Gemeinschaft in ihrer ursprünglichen Heimat erneut unter einem bewaffneten Konflikt zu leiden hat. Viele Menschen aus dem Kreis Gütersloh haben Verwandte und Freunde dort, um die sie sich Sorgen machen.“

Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien ist eine altorientalische Kirche, die sich auf die ältesten christlichen Gemeinden zurückführt. Das Hauptverbreitungsgebiet erstreckt sich auf den Grenzbereich zwischen der Türkei, Syrien, Irak, Iran und dem Libanon. Seit Ende des 19. Jahrhunderts verließen viele Angehörige der syrischen Kirchen als Reaktion auf Gewalt die ursprünglichen Siedlungsgebiete. Etwas mehr als 300.000 syrisch-orthodoxe Christen leben heute in Europa, davon 100.000 in Deutschland, mit Schwerpunkt im Kreis Gütersloh.


Foto: Landtag NRW. © Bildarchiv des Landtags Nordrhein-Westfalen, Fotograf: Bernd Schälte



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