„Wenn Integration versagt, entsteht sozialer Sprengstoff“

Sitzend von links nach rechts: Ingrid Hollenhorst, Dr. Siegfried Kosubek, Edibe Gök, stehend von links nach rechts: Dr. Ramesh Shah, Cenk Özel, Ludger Kaup, Monika Paskarbies und Gerd Feldhans.
Sitzend von links nach rechts: Ingrid Hollenhorst, Dr. Siegfried Kosubek, Edibe Gök, stehend von links nach rechts: Dr. Ramesh Shah, Cenk Özel, Ludger Kaup, Monika Paskarbies und Gerd Feldhans.
Die CDU im Kreis Gütersloh will sich verstärkt mit dem Thema Integration auseinandersetzen. Zu diesem Zweck wurde jetzt ein Arbeitskreis unter Leitung von Ingrid Hollenhorst aus Spexard und Dr. Siegfried Kosubek aus Schloß-Holte Stukenbrock ins Leben gerufen. „Integration muss und wird neben der Bildungs- und der Familienpolitik eines der zentralen Themen der nächsten Jahre sein. Mit der Gründung des Arbeitskreises wollen wir diese Wertigkeit deutlich herausstellen“, erläutert Hollenhorst.

Bereits das erste Treffen vergangene Woche zeigte die Brisanz des Themas: „Wenn Integration versagt, entsteht sozialer Sprengstoff“, brachte es eine Teilnehmerin auf den Punkt. Insbesondere aus diesem Grund sollen den Worten im Arbeitskreis Taten folgen. „Es wird viel geredet und wenig gehandelt“, resümierte ein Mitglied die bisherige Integrationspolitik. In der nächsten Sitzung im September sollen deswegen konkrete Ziele bestimmt werden. Dann wird der Arbeitskreis Handlungsempfehlungen entwickeln, wie die Ziele zu erreichen sind. Vergangene Woche wurde zunächst der Ist-Zustand analysiert. Wo im Kreis gibt es bereits einen Integrationsbeauftragten, wo vielleicht sogar einen Rat für Integration oder eine vergleichbare Institution? Wo sind Defizite vorhanden? Der Arbeitskreis begrüßte, dass der Kreis einen Integrationsbericht erstellen will, in dem eben diese Fragen beantwortet werden. Das kündigte Ludger Kaup, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Kreistag, an.
Tagen wird der Arbeitskreis etwa vier Mal im Jahr – selbstverständlich auch über die Kommunalwahl hinaus. Die Idee entstand während des offenen Kreisparteitags der CDU im Dezember 2006. Damals hatten Wolfgang Bosbach, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und Bülent Arslan, Vorsitzender des Deutsch-Türkischen Forums der CDU NRW, mit der Gütersloher CDU über Integrationspolitik diskutiert. Einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zum Arbeitskreis Integration stellte der 1. Integrationskongress OWL das, der im Herbst 2007 in Gütersloh ausgerichtet wurde. Armin Laschet (CDU), NRW-Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration betonte dort, dass Integration in erster Linie vor Ort stattfinden müsse – in den Gemeinden, Städten und Kreisen.

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