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22.09.2014, 10:31 Uhr | Übersicht | Drucken
"Wiedervereinigung als historisches Geschenk betrachten"
Rita Süssmuth beim Tag der CDU

Die Christdemokraten im Kreis Gütersloh haben zum zweiten Mal einen „Tag der CDU“ veranstaltet. Diesmal in Rheda-Wiedenbrück im Reethus. Nach einem gemeinsamen Frühstück und einer Andacht mit Diakon Thomas Huneke aus dem Pastoralverbund Reckenberg begrüßten der Europa-Abgeordnete Elmar Brok und der CDU-Kreisvorsitzende Ralph Brinkhaus MdB einen prominenten Gast: Die ehemalige Präsidentin des Deutschen Bundestags Rita Süssmuth war nach Wiedenbrück gekommen, um anlässlich des bevorstehenden 25. Jahrestags der Maueröffnung über das Ende der DDR und die Wiedervereinigung zu sprechen.



Theo Mettenborg, Henrika Küppers, Ralph Brinkhaus, Rita Süssmuth, Sven-Georg Adenauer und Elmar Brok im Reethus (v.l.).
 

Süssmuth erinnerte in ihrer Rede an das große Glück der Deutschen, als Helmut Kohl vor 25 Jahren die Chance einer besonders günstigen historischen Konstellation nutzte, um die deutsche Einheit auf den Weg zu bringen. „Zwei Jahre später wäre dies wohl schon wieder nicht mehr möglich gewesen“, so Süssmuth. „Man sieht daran, dass Demokratien schnell sein können, wenn sie wollen.“ Süssmuth bezeichnete das Ende der DDR und die zügige Wiedervereinigung als etwas damals Unvorstellbares. „Die blühenden Landschaften haben sich zwar auch heute noch nicht überall erfüllt, die Situation in Ostdeutschland hat sich aber besser entwickelt, als in jedem anderen osteuropäischen Land nach dem Ende des Kommunismus“, so Süssmuth. Umso mehr bedauert sie mit Blick auf die Ukraine, dass hier nach einem Vierteljahrhundert ein Teil des eisernen Vorhangs wieder heruntergeht.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Talkrunde zum Thema „25 Jahre Mauerfall“, bei der drei Zeitzeugen über ihre Erfahrungen mit der DDR und der Wendezeit berichteten. Bernd Beck, von 1989 bis 2012 Bürgermeister in Heiligenstadt, erzählte von seiner Zeit in der Ost-CDU und von seinen Kontakten zu den Wiedenbrücker Parteifreunden nach der Wende. Arnold Hildebrand, CDU-Bezirksgeschäftsführer aus Bielefeld, nannte seine Aufbauhilfe in der DDR eine „spannende Zeit“. Er hatte 1990 die Leitung der CDU-Bezirksgeschäftsstelle in Frankfurt an der Oder übernommen und dort den Wahlkampf zur ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl geleitet. Besonders beeindruckt war das Publikum von der Erzählung von CDU-Mitarbeiterin Ingrid Beyer. Als sie zwölf Jahre alt war, verlor sie ihren Bruder, der beim Fluchtversuch aus der DDR an der innerdeutschen Grenze erschossen wurde.

Außer den politischen Themen standen auch eine Tanzvorführung des WCV Grüne Funken sowie ein Beitrag der Rad- und Wandergruppe „Die Freizeitler“ auf dem Programm des Tags der CDU.



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