CDU Kreisverband Gütersloh
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News
07.11.2016, 18:13 Uhr
Christliche Werte in der Politik stehen im Fokus
Vierter „Tag der CDU“ in Schloß Holte-Stukenbrock
Bereits zum vierten Mal haben die Christdemokraten im Kreis Gütersloh den „Tag der CDU“ veranstaltet. Gastgeber in diesem Jahr war der CDU-Stadtverband Schloß Holte-Stukenbrock. CDU-Kreisvorsitzender Ralph Brinkhaus MdB begrüßte die Teilnehmer aus dem ganzen Kreisgebiet zum traditionellen gemeinsamen Frühstück in der Aula des Gymnasiums. Anschließend übernahm der Vorsitzende der CDU Schloß Holte-Stukenbrock, Klaus Dirks, die Moderation des Tages. Nach einem Grußwort von Bürgermeister Hubert Erichlandwehr sprach der jüngst von einer Amerikareise zurückgekehrte Europa-Abgeordnete Elmar Brok zu der Versammlung. Dabei fand er sehr kritische Worte für den populistischen Wahlkampf in den USA, der von ungezügelten Lügen geprägt sei. Nächster Programmpunkt war eine sonntägliche Andacht, die Diakon Karl-Heinz Klaus aus Langenberg abhielt, ein ehemaliges Kreistagsmitglied.
Stellten das „C“ in den Mittelpunkt des vierten Tages der CDU im Kreis Gütersloh (v.l.): Klaus Dirks, Kirchenrat Gerhard Duncker und der Bundestagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Ralph Brinkhaus.
Dann widmeten sich die CDU Mitglieder inhaltlichen Themen: Hauptredner des Tages war Gerhard Duncker, Kirchenrat der evangelischen Kirche von Westfalen, der mit einem Vortrag über die christlichen Werte in Politik und Gesellschaft nach Schloß Holte-Stukenbrock gekommen war. Angesichts der immer geringer werdenden Rolle des Glaubens in der Gesellschaft stellte Duncker den rund 120 Gästen die provokante Frage: „Gehört das Christentum eigentlich noch zu Deutschland?“ Schließlich gebe es immer weniger Menschen, die eine biblische Geschichte vom Anfang bis zum Ende erzählen könnten und immer weniger Familien, in denen gemeinsam gebetet werde. Bei allem Ernst kamen in Dunckers Vortrag aber auch einige humoristische Anekdoten nicht zu kurz. So berichtete er, dass bei einer Umfrage 25 Prozent der befragten Studenten die biblische Stätte Golgatha für eine Zahnpastamarke gehalten haben. Außerdem war dem Kirchenrat eine Organisation aufgefallen, die bereits für den 21. November zu einem „festlichen Weihnachtsessen“ eingeladen hatte.

Auch zu den Gründen für den Schwund an Kirchenmitgliedern nahm Duncker Stellung. Diese sieht er weniger in Kirchenaustritten, als in den zurückgehenden Geburten und der zurückgehenden Zahl an Taufen. „Nach dem Zweiten Weltkrieg waren in Deutschland noch 95 Prozent der Bevölkerung Mitglied der christlichen Kirchen“, so Duncker. „Heute sind es nur noch knapp 60 Prozent.“ Die Werte aber, die die Gesellschaft zusammenhielten, beruhten auf den Zehn Geboten, so der Kirchenrat. Zu ihnen gehören die Achtung und der Schutz des Lebens, Barmherzigkeit, Nächstenliebe und Demut. Mit Blick auf die Rolle des Islams in Deutschland brachte Duncker ein Zitat der evangelischen Bischöfin Margot Kaessmann: „Ich habe keine Angst vor vollen Moscheen, sondern vor leeren Kirchen!“ Nicht fremde Religionen seien die große Gefahr für die christlichen Werte, sondern gesellschaftliche Entwicklungen wie Individualismus, Urbanität und Kommerzialisierung. In diesem Zusammenhang sprach sich Duncker für islamischen Religionsunterricht in Deutschland aus, jedoch mit der Einschränkung, dass die Lehrer dafür an deutschen Hochschulen ausgebildet werden müssten.


Im Anschluss an den Hauptvortrag gab es musikalische Einlagen der Harfenistin Rabea Beier und des St.-Johannes-Spielmannszuges. Dann stellten sich in einer Talkrunde unter der Moderation von Klaus Dirks die drei Kandidaten für die Landtagswahl 2017 der Versammlung vor. Birgit Ernst aus Werther, die im Norden des Kreises im Wahlkreis 94 kandidiert, sieht ihren Schwerpunkt in der Bildungspolitik. Raphael Tigges aus Gütersloh, Nachfolger von Ursula Doppmeier im Wahlbezirk 95, betonte die Bedeutung der Inneren Sicherheit. Amtsinhaber André Kuper aus Rietberg, der erneut im Wahlbezirk 96 im Süden des Kreises kandidiert, forderte schließlich ein Ende der Bevormundungspolitik durch die rot-grüne Landesregierung und eine bessere Wirtschaftspolitik.