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News
02.09.2015, 11:25 Uhr
„Die Täter stehlen Ihnen Ihr Zuhause“
CDU informiert über Einbruchschutz
Wie kann man die eigenen vier Wände am besten vor Einbrechern schützen? Darüber haben jetzt in ihrer Veranstaltungsreihe zur Inneren Sicherheit der CDU-Kreisverband Gütersloh und die Landtagsabgeordnete Ursula Doppmeier informiert. Als Fachmann war dazu Kriminalhauptkommissar Dirk Struckmeier ins Konrad Adenauer Haus in Gütersloh gekommen. Struckmeier ist bei der Kreispolizeibehörde für die technische Sicherheitsberatung zuständig.
Informierten unterhaltsam und detailreich darüber, wie man sein Zuhause vor Einbrechern schützt: Kriminalhauptkommissar Dirk Struckmeier (r.) und die Landtagsabgeordnete Ursula Doppmeier im Konrad Adenauer Haus der CDU.
Der Kriminalhauptkommissar stellte zunächst heraus, wie subjektiv die Wahrnehmung beim Thema Sicherheit ist. So liegt Deutschland bei der Anzahl der Einbrüche nur auf dem 16. Platz von 20 europäischen Staaten. Spitzenreiter ist die wohlhabende Schweiz, wo die Einbruchskriminalität um ein Mehrfaches höher ist. „Dennoch ist auch in Deutschland die Tendenz steigend“, so Struckmeier. „Während es im ganzen Land im Jahr 2005 110.000 Einbruchsdelikte gab, waren es 2013 bereits 150.000.“ In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl im gleichen Zeitraum von 38.000 auf 53.000 Delikte angestiegen, im Kreis Gütersloh von 400 auf 620. Die Aufklärungsquote ist bei dieser Art von Kriminalität hingegen gering und liegt im Kreis bei 9 Prozent.“

Im Anschluss gab Struckmeier den rund 50 Gästen Tipps, wie sie ihr Zuhause sicherer machen können. Die Polizei setzt dabei vor allem auf einen soliden mechanischen Schutz an Haustüren und Fenstern. Denn bei herkömmlichen Fabrikaten brauchen Einbrecher, die normalerweise nur mit einem Schraubenschlüssel ausgerüstet sind, lediglich zehn Sekunden, um sich Zugang zu einem Haus oder einer Wohnung zu verschaffen. Ebenso sei das schnelle Auffinden der Adresse durch eine gut sichtbar angebrachte Hausnummer wichtig, wenn um Hilfe gerufen worden ist. Immerhin ist die Polizei im Kreis nach einem Notruf im Durchschnitt in sieben bis acht Minuten am Einsatzort. „Auch ein Telefon am Bett und ein griffbereiter Hausschlüssel, der den Einsatzbeamten aus dem Fenster zugeworfen werden kann, sind hilfreich“, so Struckmeier. „Denn beides verhindert, dass eine Konfrontation mit dem Täter stattfindet, wenn dieser bereits in das Haus eingedrungen ist.“ Im Falle von längerer Abwesenheit und Urlaub, empfiehlt Struckmeier, das Haus durch Beleuchtung, absichtliche Unordnung  oder richtige Stellung der Rollladen von außen belebt aussehen zu lassen. Der Kriminalhauptkommissar wusste auch von der Raffinesse moderner Räuberbanden zu berichten, die zum Beispiel auf Flughäfen Adressen von Gepäckanhängern sammeln und diese im Internet als mögliche Einbruchsziele verkaufen.

„Das größte Problem ist bei Einbrüchen oft nicht der materielle Schaden“, zog Struckmeier als Fazit. „Viel wichtiger sind meist die psychologischen Folgen. Denn die Opfer haben das Gefühl, dass der Täter ihnen ihr Zuhause stiehlt.“ Weitere Informationen zum Einbruchschutz gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de oder www.zuhause-sicher.de.